Konfrontationspädagogik


Fachdozent für dieses Thema:
Erwin Germscheid, freiberuflicher Supervisor (DGSv), Lehrsupervisor (GwG), Dipl.Sozialpädagoge, Konfrontationspädagoge, Leiter der Fachstelle für Jungenarbeit RLP, Teamleiter Modellprojekt gegen religiöse Radikalisierung in RLP,…

Freitag, 11.11.2022 TherapieUndNetzwerk-Sillemstrasse 38, 09.00–17.00 Uhr
Samstag, 12.11.2022 TherapieUndNetzwerk-Sillemstrasse 38, 09.00–17.00 Uhr


SICHER IN GEWALTSITUATIONEN -Einführung in eine wertschätzende, interventionsfreudige (Konfrontations-) Pädagogik

Pädagogische Fachkräfte in der sozialen Arbeit werden häufig mit eskalierenden Gewaltsituationen konfrontiert. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind verunsichert und verängstigt. Andere reagieren instinktiv und impulsiv und werden sich nachher über eventuelle Folgen ihres Handelns bewusst. Zur Vorbeugung von Eskalationen dienen Präventionsansätze und konzeptionelle Berücksichtigung der Verhaltensveränderung von Klienten und Besuchern. Doch in diesen konkreten Momenten greifen Präventionsansätze und manche verständnisvolle Deeskalationsübung nicht mehr. Ebenso ist es nicht immer möglich entsprechende Hilfen wie Polizei oder Ordnungsdienste schnell zur Seite zu haben.

Dieses Seminar soll Sicherheit im eigenen Handlungsspektrum entwickeln helfen, ohne dabei zur Selbstüberschätzung zu verleiten. Wir ermutigen Fachkräfte dazu, im frühen Stadium der Symptomatik von Grenz- und Regelüberschreitungen auf einen institutionellen Ordnungsrahmen und Verstärkersysteme zurück zu greifen.

Eine persönliche Präsenz, die mit Beharrlichkeit und einer wertschätzenden, direkten Ansprache einhergeht, verdeutlicht den grenzüberschreitenden Kindern und Jugendlichen, die klare pädagogische Linie.

Im Sinne eines betrieblichen Gesundheitsmanagement ist wichtig zu betonen, dass Ohnmachtsgefühle sowie Gefühle von Hilflosigkeit zu Frustration, Resignation und psychosomatischen Erkrankungen bei Mitarbeitenden führen können.
„Wann und wie interveniere ich? Was ist für mich Gewalt? Haben wir ein Interventionskonzept? Welche erfolgreichen Lösungsversuche funktionieren?“ sind Fragestellungen mit denen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beschäftigen werden.

Pädagoginnen und Pädagogen, die bereits konfrontativ und autoritativ handeln und intervenieren, bemerken meist eine Wirkung bei den Kindern und Jugendlichen, kennen aber den kognitiven Bezugsrahmen nicht, der ihnen die nötige Sicherheit geben könnte.

Wer die konfrontative Pädagogik und den provokativen Interventionsstil als eine Facette seines pädagogischen Handels versteht, ist verpflichtet, sich mit deren Verständnis, Ideen und Grenzen auseinanderzusetzen.
Es werden erste Einblicke in Selbstschutztechniken vermittelt, die bewusst und gezielt eingesetzt werden können. Die TeilnehmerInnen sind zur aktiven Teilnahme eingeladen und aufgefordert.

Durch erlebnisorientierte Übungen wird die Sensibilität für Eskalationen gesteigert und die Wahrnehmung geschult. Andererseits wird das eigene Potential und Verhalten reflektiert und durch die KollegInnen und die Trainingsleitung zurückgemeldet.

Die Trainings- und Lernsituation baut auf gegenseitigem Respekt, bei gleichzeitiger
Bereitschaft zu selbstreflexivem Handeln auf.

Kosten: 230 € Maximal 12 Personen

Anmeldung: josef.soezbir@vereinigung-pestalozzi.de
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S T O R N O: Bei Absagen wird eine Pauschale berechnet und die Teamleitung informiert.

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