„ZERO“ die FASD-Ausstellung , die es in sich hatte

Vom 12. bis 14. September gastierte die interaktive Ausstellung „Zero!“ im Bürgerhaus Bornheide. Rund 170 Besucher*innen konnten sich dabei umfas­send über Schwangerschaft, Alkohol und FASD (Fetal Alcohol Spec­trum Disorders) – also alle Schädigungen, die ausschließlich durch mütterli­chen Alkoholkonsum während der Schwangerschaft entstehen – informieren.
Nahezu ein Viertel aller werdenden Mütter konsumiert Alkohol. Allein in Deutschland werden jedes Jahr bis zu 10.000 Kinder mit Alkoholschädigungen verschiedener Ausprägung geboren. Diese reichen von ausgeprägten Verhaltens- und Lernstörungen bis hin zu schweren körperlichen und geistigen Behinderungen, sowie irreparablen Schädigungen des Zentralen Nervensystems. FASD ist damit die häufigste nichtgenetische Ursache für geistige Behinderungen – und dabei zu hundert Prozent vermeidbar, wenn Frauen in der Schwangerschaft konsequent auf Alkohol verzichten.
Leider ist das Wissen darüber, welche Folgen Alkohol auf das un­geborene Kind haben kann, noch immer gering. Ziel der Ausstellung war es daher, Besucher*innen zu informieren und für das Thema zu sensibilisieren.
In Zusammenarbeit der Netzwerke connect und lina-net – Schwangerschaft-Kind-Sucht (Sucht.Hamburg gGmbH) star­te­te die Ausstellung am Mittwoch mit einer Auftaktveranstaltung. Thule Möller von Vereinigung Pestalozzi und Koordinatorin von connect begrüßte die Fachkräfte, Irene Ehmke, Referentin bei Sucht.Hamburg, sowie Christiane Geng, Fachamtsleitung im Jugendamt – Altona hielten eine Begrüßungsrede. Anschließend gab Frau Dr. Stephanie Colling, Zentrum für Kindesentwicklung einen umfassenden Einblick in die Thematik FASD. Medial wurde die Ausstellungseröffnung vom NDR begleitet, welcher einen kurzen Beitrag für das Hamburg Journal erstellte.
Im Verlauf der drei Tage besuchten u.a. vier Schulklassen, eine Gruppe von ASD Mitarbeiter*innen, sowie die Gruppe der Stadtteilmütter die Ausstellung. Mitarbeiter*innen von Kompaß, Lukas, Sucht.Hamburg, SPZ und den Straßensozialarbeiter*innen begleiteten durch die Stationen und standen für Fragen zur Verfügung.
Dank der finanziellen Unterstützung der Stiftung füreinander war es möglich die Ausstellung nach Osdorf zu holen. Dafür an dieser Stelle noch einmal einen rechtherzlichen Dank.
Weitere Informationen zur Ausstellung: http://www.wenn-schwanger-dann-zero.de/